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Ein Ausblick
Von 1977 bis 2004 komponierte ich
LICHT
Die sieben Tagen der Woche
mit etwa 29 Stunden Musik (circa 4 Stunden pro “Tag”).
Alle Partituren der Szenen sind gedruckt und die Musik ist auf Compact Discs veröffentlicht. Szenisch wurde LICHT vielmals aufgeführt. Die Mailänder Skala ermöglichte die Uraufführung der ersten drei der sieben Opern. Die Musik von LICHT mit allen Texten und Szenen hat in diesen 27 Jahren unbeschreiblich viele neue Bedeutungen erhellt, beziehungsreicher und schöner gemacht.
Schon seit Beginn der Arbeit von LICHT kündigte ich meinen Traum an, nach der Komposition der sieben Tage der Woche die 24 Stunden des Tages zu komponieren.
2004 begann ich dieses Projekt mit dem Titel KLANG. Die Konzertreihe PAUSE des Mailänder Domes, geleitet von Don Luigi Garbini, erteilte mir den Auftrag für die Erste Stunde (ORA PRIMA) mit dem Titel HIMMELFAHRT für Orgel, Sopran und Tenor, die zum Himmelfahrtstag am 5. Mai 2005 im Mailänder Dom uraufgeführt wurde. Es folgte ein zweiter Auftrag für die Zweite Stunde (ORA SECONDA) mit dem Titel FREUDE für 2 Harfen.
Die Dritte Stunde NATÜRLICHE DAUERN für Klavier entstand danach und ist noch in Arbeit.
Angelica, die italienische Konzertreihe unter künstlerischer Leitung von Massimo Simonini, erteilte den Auftrag für die Vierte Stunde mit dem Titel HIMMELS-TÜR. Sie wird am 13. Juni 2006 in Lugo uraufgeführt.
Noch kann ich nicht viel sagen über die mögliche Entwicklung von KLANG, die 24 Stunden des Tages. Es zeichnet sich aber ab, daß bis jetzt jede Stunde die Spirale der 24 Stunden des Tages enthält und die Inhalte der Stunden uns alle betreffen.
(Am besten sichern Sie sich
jetzt schon ihren Zugang zu einer Himmelstür.)
Stockhausen, 15. Februar 2006